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13. März 2026 – Stressbewältigung »Der Blog aus dem Ring« Wie entsteht Performance?

 

Wie konnten wir es zulassen, dass der Begriff ‚Performance‘ so deformiert wurde? Ursprünglich stand ‚performare‘ für die Fähigkeit des vollständigen Gestaltens. Es ging darum, etwas (z. B. ein Werkstück) ganz auszubilden, es zu Ende zu führen.

Ab wann genau der regenerative, kontemplative Teil des Schaffensprozesses ignoriert wurde und der Fokus ausschließlich beim sichtbaren Leisten verharrte, das weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass diese Deformation von Gestaltungsprozessen Menschen krank macht und letztlich zu armseligen, stupiden Ergebnissen führt.

Seit mehr als 25 Jahren erlebe ich, wie die Prozesse in Unternehmen aus Kosten- und Wettbewerbsgründen immer schlanker werden. Was konkret heißt, die sichtbare Arbeit wird verdichtet, enger getaktet, die reflexiven Verschnaufpausen verschwinden. Der unsichtbare Teil, die Pausen, die mindestens genauso wichtig sind, werden in Büros nicht geduldet, sie werden in die Freizeit der Menschen verschoben. Und hier fällt es uns interessanterweise auch immer schwerer, so etwas wie Muße zu erleben, Impulse zu verarbeiten und Kraft für Neues zu tanken.

Innovationskraft und Kreativität entstehen im Wechsel von Leisten und Nichtstun. Ich komme aus der Welt des Sports. Natürlich werden hier nur die Bilder aus dem Training oder Wettkampf der Sportler:innen gezeigt. Hier sprinten, stemmen, kämpfen und ackern sie. Das ist so, weil der regenerative Teil des Trainings für Außenstehende nicht so spannend ist. Doch der Muskel wächst ausschließlich in der Pause. Da können Motivationstrainer uns noch so lange anschreien, ohne Stille und Rückzug geht es langfristig bergab mit der so ersehnten Leistung.

Auch ich kann mich für Performance begeistern. Sie schenkt meinem Leben Sinn, belebt mich. Doch Performance erfordert, wenn es mittel- und langfristig keine DEPERFORMANCE werden soll, das vollständige Gestalten. Solange wir die Menschen, die Stille, Ruhe und Rückzug in ihren beruflichen Alltag integrieren, misstrauen und mit Argusaugen beobachten, wird es nichts werden mit der Performance!

Mit Grüßen aus dem Ring des Alltags

Peter

  

Bildnachweis Titelbild: © Foto von Gu Ko: https://www.pexels.com/de-de/foto/glas-glas-33013275/

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Peter Flühr

Hallo,

ich bin Peter Flühr, seit mehr als 20 Jahren Coach und Trainer.

Viele Fach- und Führungskräfte erleben ihren beruflichen Alltag vor allem als Kampf.

In meinen Seminaren und Trainings zeige ich, wie man jeden Tag aufs Neue in diesem Ring besteht – mit einer Kombination aus mentalen Methoden und gezielter Bewegung.

In meinem Blog greife ich Themen auf, die viele aus ihrem Alltag kennen und gebe einfache Tipps, wie sie sich verbessern oder lösen lassen.

Viel Spaß beim Lesen!

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