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27. März 2026 – Persönlichkeit »Der Blog aus dem Ring« Medizinball-Frage

 

Drei Tage nach der Medizinball-Frage habe ich meinen Job gekündigt. Gestellt hat sie mir Jakob, ein 70-jähriger, zierlicher und kleiner Balletttänzer bei der Verabschiedung, nach dem wir mehrere Wochen sehr eng zusammen an der Rehabilitation seines rechten Hüftgelenkes gearbeitet hatten. Da er jeden Tag ca. 3,5 Stunden bei uns im RehaSport München-Giesing trainierte, sah er, was ich als Sportlehrer in der medizinischen Trainingstherapie tat und in welcher Verfassung ich es tat.

Nachdem er sich bei mir herzlich bedankt hatte und kurz bevor er durch die Tür verschwunden war, fragte er mich noch „Wie lange willst Du eigentlich noch Menschen wie mir hier im Trainingsbereich Medizinbälle zuwerfen?“ Ich verstand erst einmal gar nichts. Doch seinen Blick werde ich nicht vergessen. Er war traurig und schelmisch zugleich.

Ich bin mir bis heute nicht ganz sicher, was er mir sagen wollte. Doch vermutlich hat er gesehen, dass ich dort zwischen den Hanteln, Seilzügen und Turnmatten nicht gedeihen würde. Dass die Bewegung allein mir nicht reichen würde.

Er hat mich 1998 mit seiner Frage in eine neue Zukunft gestupst. Raus aus dem Angestelltenverhältnis, auf den freien Markt. Dort musste ich ziemlich lange suchen, was mir eigentlich fehlt, was mich aufblühen lässt.

Glücklicherweise bin ich Menschen begegnet, die mich Anteil haben ließen an ihrem Leben, Suchen und Schaffen. So konnte ich auf deren Erfahrungen, Begeisterung, Fehlern und Modellen aufbauen. Besonders richtungsweisend waren für mich Rolf Krizian, Eric Franklin, Anna Kirsch, Susanne Bender und natürlich meine Frau Sabine und später meine beiden Kinder. Ich bin sehr dankbar dafür, deren Geschenke und später so viele andere bekommen zu haben.

Das ist neben der elterlichen Basis der Boden, auf dem ich meine Zukunft gestalten durfte und darf. Die Medizinball-Frage stelle ich mir in abgewandelter Form immer noch gerne. Heute lautet sie „Ist das hier ein Ort, an dem ich ein erfülltes Leben führen kann und was kann ich dazu beitragen, dass es ein guter Ort bleibt oder wieder wird?“  

Mit Grüßen aus dem Ring des Alltags

Peter

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Peter Flühr

Hallo,

ich bin Peter Flühr, seit mehr als 20 Jahren Coach und Trainer.

Viele Fach- und Führungskräfte erleben ihren beruflichen Alltag vor allem als Kampf.

In meinen Seminaren und Trainings zeige ich, wie man jeden Tag aufs Neue in diesem Ring besteht – mit einer Kombination aus mentalen Methoden und gezielter Bewegung.

In meinem Blog greife ich Themen auf, die viele aus ihrem Alltag kennen und gebe einfache Tipps, wie sie sich verbessern oder lösen lassen.

Viel Spaß beim Lesen!

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